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23 Jahre Tschernobyl – Stahlhülle muss gebaut werden



23 Jahre Super-GauTränen in Tschernobyl

Am 23. Jahrestag der Explosion eines Atomreaktors in Tschernobyl haben hunderte Ukrainer der Opfer der Katastrophe gedacht. Staatschef Viktor Juschtschenko und andere Regierungsmitglieder legten in der Nacht zum Sonntag in Kiew einen Kranz vor einem Denkmal für die Tschernobyl-Opfer nieder. Ehemalige Mitglieder der Aufräumkräfte, welche seinerzeit die verseuchte Unglücksstelle reinigten, schmückten das Denkmal unter Tränen mit Fichtenzweigen. Während einer religiösen Zeremonie wurden Kerzen zum Gedenken an die Opfer entzündet. In Slawutitsch, einer Kleinstadt in der Nähe des Unglücksorts, kamen mehrere hundert Menschen zu einer Mahnwache.

Millionen leiden an den Folgen

“Wir erinnern uns heute mit tiefer Trauer an diese Helden, die gegen die atomaren Elemente kämpften und sich für uns und unsere Kinder opferten”, erklärte Juschtschenko. Bei den Aufräumarbeiten nach der Reaktorexplosion am 26. April 1986 starben amtlichen Schätzungen zufolge mehr als 25.000 Menschen. Rund 2,3 Millionen Ukrainer leiden nach offiziellen Angaben an den Folgen des Unglücks.

Neue Hülle bis 2012

Weite Teile der damals noch zur Sowjetunion gehörenden Ukraine, Russlands und Weißrusslands waren durch die Katastrophe radioaktiv versucht, die Strahlung gelangte bis in den Westen Europas. Der letzte Tschernobyl-Reaktor wurde im Dezember 2000 abgeschaltet. Eine Betonhülle bedeckt heute den explodierten Reaktor, in dem 200 Tonnen radioaktives Magma glühen. Sie zeigt jedoch Risse. Unterstützt durch internationale Hilfsgelder soll frühestens Ende des Jahres mit dem Bau einer neuen Stahlumhüllung begonnen werden. Diese soll 2012 fertiggestellt sein.

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