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Poslednje

"Hau doch zurück!" ist keine gute Alternative


Sicher kennen auch Sie ähnliche Situationen vom Spielplatz: Ein größeres Kind schubst ein jüngeres unsanft von der Schaukel und setzt sich selbst drauf. Das kleinere Kind liegt derweil auf dem Boden und weint bitterlich. Das ruft in den meisten Fällen die Eltern auf den Plan. Das größere Kind wird getadelt: “Das darfst du doch nicht! Du kannst das Kleine doch nicht einfach runterschubsen!” Wenn es dabei allerdings bleibt, hat das größere Kind trotz allem “gewonnen” und kann weiter schaukeln. Nicht selten ist so ein Tadel nur ein Lippenbekenntnis, denn so manchem Elternteil ist ein durchsetzungskräftiges Kind im Geheimen viel lieber als ein “Weichei”, das sich herumschubsen lässt.

Manchmal wird das geschubste Kind nicht getröstet, sondern ebenfalls getadelt: “Warum hast du dich denn nicht gewehrt? Hau doch zurück, wenn dich einer angreift!” Eltern von unsicheren Kindern, die sich alles gefallen lassen, ärgern sich insgeheim manchmal über ihr Kind und befürchten, dass es später im Leben nicht weit kommen wird, wenn es sich alles gefallen lässt. Dann schon lieber zurückschlagen!

Das verstärkt die Unsicherheit des Kindes aber noch, denn nun hat es gleich zweimal verloren: gegen das andere Kind auf der Schaukel und in den Augen von Mutter oder Vater, die ganz offensichtlich mit ihrem Kind nicht zufrieden sind. Besser wäre es, das unsichere Kind zu ermutigen, sich bei Konflikten, die es selbst nicht bewältigen kann, die Hilfe von Mama oder Papa zu holen. Natürlich sollten Kinder lernen, Probleme selbst zu lösen, und zwar mit Worten und ohne tätliche Angriffe! Bis ins Kindergartenalter hinein geht das allerdings oft nur mit der Unterstützung eines Erwachsenen!

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