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Russland und das Öl: Wiederholt sich die Geschichte?


Ist Russlands Ölindustrie jetzt schon eine Sünde wert?

Im Winter 1998/1999 erreichte der Ölpreis mit Notierungen unter 10 US Dollar je Fass seinen Tiefpunkt. Viele Experten sagten damals weiter fallende Preise voraus. Engagements in russische Öl- und Gasförderer drängten sich vor diesem Hintergrund nicht gerade auf – und doch waren sie seinerzeit eine gute Investition.

Vordergründig sprach alles gegen ein Investment. Doch beim Blick hinter die Kulissen wurden die mit den Risiken auch immer verbundenen Chancen schnell deutlich. Die KGVs waren ähnlich wie jetzt lächerlich gering und die Aktienkurse hatten eine abschreckende Talfahrt hinter sich.

Wer 1999/2000 investierte saß 2 Jahre später schon auf dicken Gewinnen

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie lukrativ sich die Investments entwickelt haben, die mutige Investoren 1999/2000 aufgebaut haben. Gewinne bis zu 400% stellten sich schnell ein, und ein Investor machte auch dann noch gute Gewinne, wenn er die extremen Anstiege der Jahre 2005 und 2006 verpasst hatte. Lukoils ADRs, in denen 4 Originalaktien zusammengefasst sind, stiegen von etwa 12 Euro in 1999 auf 25 Euro in 2005 nur um anschließend bis in den Bereich um 70 Euro zu explodieren.

Inzwischen sind die Kurse wieder auf ein Niveau um 33 Euro zurückgekommen. Optisch sieht die Aktie also wieder sehr preiswert aus. Doch der erste Eindruck täuscht, denn im Winter wurde das Tief bei etwa 16 Euro markiert und in den letzten Wochen hat die Aktie damit schon wieder einen Anstieg von gut 100% hinter sich. Von daher stellt sich derzeit zu Recht die Frage, ob Lukoil immer noch preiswert oder schon teuer ist.

Der steile Anstieg der letzten Wochen verlangt jetzt erst mal nach einer Korrektur, deshalb drängt sich ein sofortiger Einstieg in die Aktie nicht auf. Viel wichtiger ist die Frage, ob wir überhaupt schon den Boden beim Lukoil-Aktienkurs gesehen haben, oder ob es noch eine weitere Abwärtswelle geben wird.

Lukoil: Wiederholt sich die Geschichte?

Beim Blick auf den sehr langfristigen Chart werden die Zweifel schnell größer, denn der Abstieg vom Kursgipfel vollzog sich in einem großen Rutsch. Erst im Oktober startete eine Korrektur, die auch im Langfristchart noch gut als Gegenbewegung zu erkennen ist. Wenn Sie nun noch berücksichtigen, dass Abwärtsbewegungen im Rahmen einer Korrektur im Bullenmarkt sehr oft zumindest dreiteilig als klassische A-B-C Korrektur verlaufen und Abwärtsimpulse sogar eine fünfteilige Struktur aufweisen, dann fehlt momentan noch eine ganze Menge.

Wir hatten ein sehr langes A, eine Gegenbewegung, die über 6 Monate ging und als Teilwelle B gewertet werden könnte. Aber eine weitere Abwärtswelle C seit dem Hoch von 2008 suchen Sie im Chart vergeblich. Steht sie noch aus, dürfte es bei Lukoil und ebenso auch bei anderen russischen Energiewerten in den nächsten Monaten noch einmal zu deutlichen Kursverlusten kommen. Vor diesem Hintergrund sind die Aktien der russischen Energieversorger auch aus antizyklischer Sicht derzeit noch mit Vorsicht zu genießen.

Quelle: Nugget Effekt

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