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Schweinegrippe: Wer profitiert?


Die Gewinner der Schweinegrippe

Die Schweinegrippe hat Deutschland erreicht. Die ersten Fälle bei Mexiko-Heimkehrern sind bestätigt. Glücklicherweise ist das Virus bisher außerhalb Mexikos nur in abgeschwächter Form verbreitet. Aber dabei muss es nicht bleiben. Eine zweite, stärkere Welle kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso wenig die gefürchtete Pandemie (= Infektionskrankheit, die sich über die ganze Welt ausbreitet und Millionen Menschen befällt). Als Investor frage ich mich natürlich, wer von einer Verschärfung der Lage profitieren würde?

Profitieren Pharmaunternehmen von Grippewelle?

Als Erstes fallen mir die Pharmaunternehmen ein, die entsprechende Wirkstoffe herstellen. Nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen die bekannten Grippemittel Tamiflu und Relenza auch gegen die Schweinegrippe Wirkung. Sie entstammen dem Schweizer Pharmakonzern Roche und dem britischen Glaxo Smithkline. Roches Tamiflu wurde bereits gegen die asiatische Vogelgrippe 2005 erfolgreich eingesetzt.

Ob die Schweinegrippe den beiden Unternehmen tatsächlich einen signifikanten Umsatzschub beschert, hängt davon ab, wie schlimm es noch wird. Zwar haben nach Roches eigenen Angaben seit dem Ausbruch der Schweinegrippe bereits viele Regierungen das Unternehmen wegen neuer Lieferungen kontaktiert. Doch sitzen viele Länder noch auf gigantischen Medikamenten-Beständen, die sie nach der Vogelgrippe angehäuft haben. Daher glaube ich nicht an die richtig großen Kursgewinne für beide genannten Aktien. Aber ich halte es zumindest für wahrscheinlich, dass sie besser als der Gesamtmarkt laufen, vor allem natürlich, wenn es zu einem Rückschlag an den Börsen kommt.

Horror-Szenario Pandemie

Weitere Gewinner der Schweinegrippe wird es wohl nur geben, wenn es tatsächlich zur gefürchteten Pandemie kommt. Lebensmittel-Hamsterkäufe dürften dann den Agrarwerten und (sehr kurzfristig) dem Einzelhandel deutlichen Auftrieb geben. Auch die Telekom-Unternehmen würden gute Geschäfte machen, wenn sich keiner mehr traut das eigene Heim zu verlassen und nur noch über Telefon und Internet mit der Außenwelt kommuniziert. Aber ein solches Szenario halte ich für sehr unwahrscheinlich, wenngleich es statistisch gesehen mal wieder Zeit für eine Pandemie wäre. Im Schnitt kommt es nämlich etwa alle 30 Jahre dazu und seit der letzten Pandemie in Hongkong 1969 sind es schon 40 Jahre her. Andererseits spricht die ständige Verbesserung der medizinischen Versorgung gegen die Statistik – hoffen wir drauf.

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