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Das kann ja sexy werden: Wird Deutschland mit Ditas Kurven beim Grand Prix punkten?



Dita von Teese strippt für Deutschland

Moskau (dpa) – Strippen für Deutschland beim Grand Prix: Die US-Erotik-Tänzerin Dita von Teese hat zum großen Finale beim Eurovision Song Contest (ESC) an diesem Samstag in Moskau das deutsche Duo Alex Swings Oscar Sings! verstärkt.

Mit der frivolen Swingdance-Nummer “Miss Kiss Kiss Bang” hoffen der Produzent Alex Christensen und US-Musicalsänger Oscar Loya auf eine Platzierung im ersten Drittel. Der Druck auf das deutsch-amerikanische Trio ist groß, nachdem Deutschland bei diesem wohl größten Musikwettbewerb der Welt mit den No Angels in Belgrad im vergangenen Jahr auf dem letzten Platz landete. Beim 54. ESC-Finale treten Interpreten aus 25 Ländern an, um die “Musik-Olympiade” in ihr Land zu holen.

Russland ist nach dem Sieg von Sänger Dima Bilan (“Believe”) in Belgrad erstmals ESC-Gastgeber und hat eine “olympiareife” Fernsehshow angekündigt, wie sie die Welt in der Geschichte des Grand Prix noch nicht gesehen habe. Das deutsche Trio geht optimistisch ins Finale.

“Ich bin nicht hier, um Deutschland vor einer weiteren schlechten Platzierung zu retten – das schaffen die Jungs allein”, sagte die 36-jährige Dita von Teese. Wie ein Schneewittchen präsentierte sie sich am Freitag mit knallrot geschminkten Lippen, pechschwarzen Haaren und im knielangen Kleid. “Miss Kiss” versprach eine “sexy Show”, bei der sie auf einem Sofa in Form eines Kussmundes “reite, nicht alles zeige”. Auch Oscar, der mit einem Mann zusammenlebt, hat versprochen, nackte Haut zu zeigen.

Prominente Schwergewichte kommen in diesem Jahr aus Großbritannien mit Musicalkönig Andrew Lloyd Webber als Begleitung für die junge Sängerin Jade Ewen (“My Time”) und aus Frankreich mit der Sängerin Patricia Kaas.

Die 42-jährige hofft auf viele Punkte aus Deutschland. “Deutschland ist mir wichtig – meine Mutter war Deutsche, in mir fließt auch deutsches Blut”, sagte sie in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Moskau. Auch Spanien und Gastgeber Russland mussten sich im Gegensatz zur Mehrheit der 42 Teilnehmerländer laut den ESC-Spielregeln nicht erst qualifizieren.

Beim zweiten Halbfinale am Donnerstagabend hatte sich in der Olympia-Halle auch ESC-Favorit Alexander Rybak aus Norwegen qualifiziert. Der 23-Jährige hat sich mit seinem selbst geschriebenen Lied “Fairytale” den Ruf eines “Harry Potter” der Musik ersungen. “Das Lied über das schöne Gefühl meiner ersten Liebe hat mir schon viel Glück gebracht”, sagte Rybak der dpa in Moskau. Die Konkurrenz gilt aber als ausgesprochen hart. Von Balladen über Folklore- und Trachtenpop bis hin zu rockigen Klängen reicht die Musik-Palette.

Mit einer mitreißenden Show von als Gladiatoren verkleideten Go- Go-Tänzern sicherte sich die Ukrainerin Swetlana Loboda mit dem Song “Be My Valentine!” (“Anti-Krisis-Girl”) den Einzug ins Finale. Zuvor hatte sich die ebenfalls als Favoritin gehandelte Sängerin Hadis für die Türkei mit Bauchtanz-Pop der Marke Shakira beim ersten Halbfinale am Dienstag für die Endrunde durchgesetzt.

Das russische Staatsfernsehen hat versprochen, für das Finale alle Register zu ziehen. Schon bei den Halbfinalen gab es viel Pomp, ein fantastisches russisches Märchenland, Ballett und Folklore, aber auch fragwürdige russische Militärästhetik zu sehen. Rund 30 Millionen Euro lässt sich das größte Land der Erde den Grand Prix zur Imagewerbung kosten. So gilt etwa die von rund 2000 Quadratmetern Videofläche umgebene Glasbühne als einzigartig. Viele Fans beklagten im Vorfeld allerdings die scharfen Sicherheitsvorkehrungen durch die russische Polizei und Armee. 20 000 Sicherheitskräfte sind abgestellt, um für Ordnung zu sorgen.

Überschattet wurde der Wettbewerb im Vorfeld von Verboten der Stadt gegen “Homosexuellen-Propaganda”. “Schwulen-Paraden hat es in der Vergangenheit in Moskau nicht gegeben und wird es auch in der Zukunft nicht geben”, teilte ein Sprecher von Bürgermeister Juri Luschkow mit. Bei früheren Kundgebungen von Homosexuellen in Moskau kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei sowie Rechtsextremen und religiösen Fanatikern. Ungeachtet des Verbots hat Russlands Schwulen- und Lesbenverband eine Veranstaltung angekündigt, um auf die Einhaltung der Menschenrechte für Homosexuelle zu pochen.

Der deutsche Schlagerbarde Guildo Horn, der als Mitglied der deutschen ESC-Jury unlängst Moskau besuchte, nannte das Vorgehen der Stadt Moskau gegen die Schwulen und Lesben “beschämend”. Erstmals seit 1996 kommen beim Finale wieder die Länder-Jurys zum Einsatz. Die Qualität der Stimmen und die Shows werden außerdem von H.P. Baxxter von Scooter, Tobias Künzel von den Prinzen sowie von Sängerin Jeanette Biedermann und der Musikexpterin Silvia Kollek bewertet.

“Wichtig ist, dass der Funken überspringt, der Song die Herzen berührt und nicht einfach ein Abfeiern von Gedudel ist”, sagte Guildo Horn. Das Experten-Urteil und das Televoting der Zuschauer gehen jeweils zu 50 Prozent in die Gesamtwertung ein.
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Die Musik-Show wird in der ARD von 21.00 Uhr an live übertragen – erstmals mit dem hr-Moderator Tim Frühling, der “Mr. Grand Prix” Peter Urban vertritt.

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