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Händewaschen hilft auch gegen Mexikogrippe


Auch wenn die Mexikogrippe unter dem Namen Schweinegrippe besser bekannt ist, benutze ich den Begriff Mexikogrippe, da dieser sachlich korrekt ist: Die Grippe trat erstmals in Mexiko auf. Der Erreger hat sich zwar in Schweinen entwickelt, doch handelt es sich nicht um eine Erkrankung, die vom Schwein auf den Menschen übertragen wird, sondern von Mensch zu Mensch weitergegeben wird.

Die Zahl der Infizierten steigt ständig (ich will an dieser Stelle gar keine Zahlen nennen, da diese schon in wenigen Stunden nicht mehr aktuell sind!), deshalb möchte ich Ihnen heute einige ganz einfache Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung ans Herz legen. Diese gelten übrigens nicht nur für die Mexikogrippe, sondern auch für die “normale” Virusgrippe, Erkältungskrankheiten, Hirnhautentzündungen sowie Magen-Darm-Infekte.

Auch wenn Sie und Ihre Familie keinen direkten Kontakt zu eventuell an der Mexikogrippe erkrankten Personen haben, sollten Sie sich immer gegen Infektionen schützen. Wie die “normale” Grippe wird auch die Mexikogrippe durch Tröpfcheninfektion übertragen, Sie sollten also generell gewisse Hygienemaßnahmen ergreifen.

Regelmäßiges Händewaschen kann viele Infektionen auf einfache Weise schon im Vorfeld verhindern helfen. Machen Sie häufiges Händewaschen in Ihrer Familie zur festen Gewohnheit: vor dem Essen, nach dem Toilettengang, nach dem Streicheln von Tieren – auch Haustieren -, nach dem Schnäuzen oder Husten und wenn jemand nach Hause kommt. Eine amerikanische Studie belegt z. B., dass Zweitklässler, die ihre Hände richtig waschen, im Vergleich zu denjenigen, die nicht auf gute Handhygiene achten, mehr als ein Drittel weniger Fehltage haben.

Trainieren Sie das richtige Händewaschen schon im Vorschulalter – am besten gemeinsam mit Ihrem Kind. Eine normale Seife ist absolut ausreichend, ein antibakterielles Produkt nicht erforderlich. Achten Sie darauf, warmes Wasser zu verwenden, das Ihrem Kind aber nicht zu heiß sein darf. Das Einseifen sollte etwa 15 Sekunden dauern. Sie können dabei z. B. immer ein kurzes Lied mit Ihrem Kind singen, damit es seine Hände zuverlässig so lange mit Seifenschaum einreibt. Dieser sollte auch zwischen die Finger und unter die Nägel gelangen. Handgelenke nicht vergessen! Danach die Hände gut mit klarem Wasser abspülen, mit einem sauberen Handtuch abtrocknen und bei Bedarf eincremen.

Dass Händewaschen wichtig und wirksam ist, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Dass die übliche Nies- und Hustentechnik, die auch heute noch jedem Kind eingetrichtert wird, die Verbreitung von Infektionen sogar fördert, dürfte hingegen vielen Menschen neu sein. “Hand vorhalten” beim Niesen und Husten mag zwar gut gemeint sein, ist aber unhygienisch. Schließlich katapultieren wir dabei eine große Anzahl von Viren aus unserem Körper, die dann an unseren Händen kleben bleiben. Berühren wir nun Gegenstände oder Mitmenschen, dann verbreiten wir die Viren weiter. Deshalb sollten Sie nicht in die Hand, sondern lieber in Ellenbogenhöhe in den Ärmel niesen oder husten. So bleiben die Hände sauber. Bringen Sie diese Technik so früh wie möglich auch Ihrem Kind bei! Und ab dem Schulalter sollten Sie Ihr Kind außerdem dazu erziehen, beim Niesen und Husten so viel Abstand wie möglich zu seinen Mitmenschen zu halten und sich dabei von umstehenden Personen abzuwenden.

Weitere Hygienetipps finden Sie auf der Webseite wir-gegen-viren.de, eine Initiative des Robert Koch-Instituts in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Auch wenn eine 100-prozentige Vorbeugung natürlich nicht möglich ist, müssen Sie nicht in Panik geraten. Die Mexikogrippe verläuft derzeit relativ mild und ist nach drei bis vier Tagen überstanden. Auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) können Sie sich immer ganz aktuell über den neuesten Stand in Sachen Mexikogrippe (die dort als “Neue Grippe” bezeichnet wird) informieren.

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