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Photoshop: Bildbearbeitung fürs Web automatisieren


Photoshop- Droplets helfen gegen lästige Routinearbeiten

Wer häufig Bilder fürs Web aufbereiten muss, kann sich mit Photoshop-Droplets von unliebsamer Routinearbeit befreien.

Photoshop bietet Automatisierungsfunktionen schon seit etlichen Versionen und das Grundprinzip hat sich seit Jahren nicht geändert. Die Automatisierung in Photoshop basiert auf der Fähigkeit, Aktivitäten des Benutzers als sogenannte Aktionen aufzuzeichnen.

Diese Aktionen können dann mithilfe verschiedener anderer Funktionen wie die Stapelverarbeitung, Droplets oder des Bildprozessors (ab Photoshop CS4) auf ganze Bildersammlungen angewendet werden. Photoshop CS4 kann darüber hinaus Aktionen durch bestimmte Ereignisse wie das Öffnen oder Exportieren von Dokumenten auslösen.

Wer erst einmal etwas Zeit in die Konfiguration der Automatisierung investiert, wird auf Dauer mit großen Produktivitätsvorteilen belohnt.

Eine sehr handliche Automatisierungsmöglichkeit bieten Droplets, kleine Applikationen zum Ausführen von Befehlsfolgen. Droplets basieren auf Aktionen.

Droplets können nur solche Photoshop-Aktionen verwenden, die in der Palette Aktionen verzeichnet sind. Der erste Schritt beim Automatisieren der Arbeitsabläufe führt daher über das Erstellen geeigneter Aktionen. Für diesen Bereich der Funktionalität zeichnet die Palette Aktionen verantwortlich (Menü Fenster > Aktionen).

Licht, Kamera, Action!

Eine Aktion ist nicht mehr und nicht weniger als eine Abfolge von Arbeitsschritten. Die meisten Aktivitäten des Benutzers lassen sich mithilfe der Palette Aktionen aufzeichnen.

Zum Aufzeichnen und Bearbeiten von Aktionen dienen hier Steuerungssymbole in der unteren Fensterleiste (zum Beispiel Neue Aktion oder Aufzeichnung beginnen) und weitere Befehle aus dem Menü der Palette.

Aktionen aufzeichnen

1. Öffnen Sie die Palette Aktionen unter Fenster > Aktionen.

2. Erstellen Sie einen neuen Satz von Aktionen mit einem Klick auf die Schaltfläche Neuen Satz erstellen in der unteren Leiste der Palette Aktionen. Nur ganze Aktionssätze lassen sich abspeichern und zwischen verschiedenen Photoshop- Installationen übertragen, ausgeführt werden jedoch nicht Aktionssätze sondern einzelne Aktionen.

3. Zum Erstellen einer neuen Aktion genügt ein Klick auf die Schaltfläche Neue Aktion erstellen in der unteren Leiste der Palette Aktionen. Im folgenden Dialog können Sie die Aktion benennen und sie dem zuvor erstellten Aktionssatz zuweisen. Außerdem können Sie hier festlegen, ob die Aktion mit einer Tastenkombination ausgeführt werden soll. Nach einer Bestätigung wird das Dialogfenster geschlossen und das Aufzeichnen von Befehlen beginnt.

4. Führen Sie an einem Beispielbild alle Arbeitschritte durch, die in der Aktion erfasst werden sollen. Sie können nahezu den gesamten Funktionsumfang von Photoshop benutzen, Bilder öffnen, konvertieren, beschneiden, korrigieren, die Auflösung umrechnen et cetera. Wenn Sie fertig sind, drücken Sie die Stopp-Taste mit der Bezeichnung Ausführen/Aufzeichnung beenden.

5. Zum Testen der Aktion wählt man ihren Eintrag in der Palette Aktionen an und aktiviert die Schaltfläche Auswahl ausführen. Um sicherzustellen, dass beim Ausführen der Aktion ein Dialogfenster mit Parametern des jeweiligen Befehls geöffnet wird, damit der Benutzer die Einstellungen anpassen kann, gilt es, das Symbol Dialog aktivieren/deaktivieren mit einem Klick in das Kästchen links von dem Namen des betreffenden Eintrags in der Palette Aktionen zu aktivieren.

6. Einzelne Schritte der Aktion lassen sich bei Bedarf mittels Drag-and-Drop in dem Bedienfeld neu anordnen. Um einen Arbeitsschritt vorübergehend zu deaktivieren, genügt ein Klick auf das Häkchen neben seinem Eintrag. Um einen einzelnen Befehl aus einer Aktion zu entfernen, zieht man den zugehörigen Eintrag auf das Papierkorb-Symbol in der unteren Leiste der Palette Aktionen. Um die Aktion mit neuen Befehlen zu ergänzen, wählt man einen Schritt an und startet das Aufzeichnen.

Tipp: Um sicherzustellen, dass bestimmte Befehle einer Aktion nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung ausgeführt werden können, können Sie Photoshop dazu veranlassen, die Zustimmung des Benutzers zum Ausführen der folgenden Befehle der Aktion in einem Dialogfenster einzuholen.

Wählen Sie hierzu den Eintrag in der Palette Aktionen an, auf den unmittelbar der Dialog folgen soll, und wählen Sie den Befehl Unterbrechung einfügen… aus dem Palettenmenü aus.

Im folgenden Dialog tragen Sie die anzuzeigende Meldung ein, aktivieren gegebenenfalls die Option Fortfahren zulassen und schließen Sie den Dialog mit einem Klick auf OK. Beim Ausführen der Aktion wird diese Warnmeldung angezeigt.

Das Öffnen und Speichern von Dokumenten in Aktionen verwendet die ursprünglich definierten Pfadangaben, solange diese existent sind. Wechselt der Aktionsset auf einen anderen Arbeitsplatz, werden bei Bedarf entsprechende Daten erfragt.

Tipp: Neu erstellte Aktionen sind sofort einsatzbereit, obwohl sie erst beim Beenden von Photoshop gespeichert werden; sollte das Programm während der Konfiguration einmal abstürzen, würden alle neuen Aktionen, die noch nicht automatisch gesichert wurden, verloren gehen.

Tipp: Arbeiten Sie immer an einer Kopie der Daten in einer Umgebung, wo nichts schiefgehen kann. Ein Fehler bei der Automatisierung kann ganz schnell unangenehme Folgen haben.

Droplets vs. Stapelverarbeitung

Das Erstellen von Droplets in Photoshop gelingt mit dem Befehl Droplet erstellen… aus dem Menü Datei > Automatisieren. Photoshop bedient sich hierbei eines Dialogfensters, das der Funktion Stapelverarbeitung (Datei > Automatisieren > Stapelverarbeitung…) sehr ähnelt.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Funktionen besteht darin, dass die Stapelverarbeitung sofort nach der Bestätigung der Einstellungen ausgeführt wird und danach in keinerlei Form mehr existiert.

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Beim Erstellen eines Droplets wird die zugehörige Aktion nicht ausgeführt, sondern lediglich in einem Droplet gespeichert. Das Droplet kann dann auch auf andere Computer kopiert und wiederholt eingesetzt werden.

Bilderquelle wählen

Bei der Stapelverarbeitung, genau wie bei einem Droplet, öffnet Photoshop und bearbeitet jeweils nur ein Dokument nach dem anderen. Unter Verwendung der Palette Aktionen wird im Gegensatz dazu nur das aktuell aktive Dokument berücksichtigt.

Anders als bei einem Droplet muss man bei der Stapelverarbeitung eine Bildquelle angeben. Zur Auswahl stehen ein Verzeichnis, nur geöffnete Dokumente, die aktuelle Auswahl in Adobe Bridge oder der Befehl Importieren.

Damit die Stapelverarbeitung mehr als ein Verzeichnis berücksichtigt, legt man darin Verknüpfungen zu anderen Verzeichnissen an und aktiviert die Option Alle Unterordner einschließen. Die übrigen Einstellungen der Stapelverarbeitung findet man auch im Dialog zum Erstellen eines Droplets wieder.

Droplet-Einstellungen

Beim Erstellen eines Droplets muss man zuerst einen Ablageort und einen Dateinamen für das Droplet wählen. Dort wird das Droplet abgelegt, sobald man die Schaltfläche OK anklickt.

Im Abschnitt Abspielen wählt man den Satz von Aktionen und die gewünschte Aktion aus, die das Droplet ausführen soll.

Damit das Droplet unterbrechungsfrei arbeitet, muss man vor dem Erstellen des Droplets alle Pausen in der verwendeten Aktion deaktivieren und auch sonstige Problemquellen im Vorfeld eliminieren.

Mit der Option »Öffnen/Speichern unter…« in Aktionen überschreiben lassen sich in der Aktion definierte Befehle zum Öffnen beziehungsweise Speichern von Dateien außer Kraft setzen. Mit der Option Keine Optionsdialogfelder für »Datei öffnen« anzeigen verhindert man das Anhalten der Automatisierung.

Mit der Option Farbprofil- Warnungen unterdrücken wird sichergestellt, dass Abweichungen des verwendeten Profils vom aktuellen Arbeitsfarbraum und fehlende Farbprofile nicht als Fehler wahrgenommen werden.

Fehler können zwar, müssen aber nicht das Anhalten des Droplets zur Folge haben. Mit der Option Fehler in Protokolldatei aus dem Menü Fehler führt Photoshop Buch über solche unliebsamen Umstände wie das Fehlen eines benötigten Alphakanals oder eine nicht unterstützte Farbtiefe, die das Ausführen eines Schritts verhindern. Ungeachtet aller Fehler aber wird der Vorgang fortgesetzt.

Der Abschluss der Automatisierung wird im Menü Ziel festgelegt. Der Eintrag Ohne überlässt das Sichern und Schließen von Dokumenten der Aktion, auf der die Stapelverarbeitung oder das Droplet aufbaut.

Mittels Speichern und schließen werden alle Originalbilder an ihrem ursprünglichen Ablageort durch das Droplet oder die Stapelverarbeitung überschrieben. Die Option Ordner ermöglicht das Festlegen eines Zielverzeichnisses und das automatische Benennen der geänderten Dokumente.

Ein Droplet speichert Bilder im Format des Originals. Um das Bildformat bestimmen zu können, zeichnet man das Speichern und Schließen in der Aktion auf und aktiviert beim Einrichten des Droplets beziehungsweise der Stapelverarbeitung die Option Speichern unter… in Aktionen überschreiben.

Droplets auf Macs und PCs

Droplets, die auf dem PC erstellt wurden, funktionieren auch auf dem Mac und umgekehrt. Damit ein unter Windows erstelltes Droplet unter Mac OS X läuft, muss es auf dem Mac aktualisiert werden.

Hierzu zieht man sein Symbol auf das Symbol von Photoshop im Finder. Damit ein auf dem Mac erstelltes Droplet unter Windows genutzt werden kann, benötigt es die Erweiterung .exe und muss den Namenskonventionen von Windows entsprechen.

Verweise auf Dateinamen und Pfade werden natürlich nicht plattformübergreifend umgesetzt; jeder Aufruf, bei dem das Droplet in die Leere greift, führt zur Unterbrechung der Aktion. Der Benutzer wird in diesem Fall aufgefordert, die fehlenden Angaben zu ergänzen.

Fazit

Photoshops vielseitige Fähigkeiten im Bereich der Automatisierung können gerade im Bereich des Webdesigns zur Produktivitätssteigerung führen. Die Funktion Stapelverarbeitung kann genutzt werden, um mal eben ganz viele Bilder automatisch zu bearbeiten und abzuspeichern. Wenn Sie jedoch wiederkehrende Automatisierungsaufgaben durchführen wollen, empfiehlt sich der Einsatz von Droplets.

Bildprozessor

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Besitzern von Photoshop steht in der Version CS4 zusätzlich die Funktion Bildprozessor zur Verfügung (Befehl Datei > Skripten > Bildprozessor…; in Bridge CS4 Werkzeuge > Photoshop > Bildprozessor).

Diese Funktion kann mehrere Dateien gleichzeitig in mehrere Zielformate konvertieren, Bilder auf bestimmte Pixelmaße herunterrechnen, ein Farbprofil einbetten, Copyright-Metadaten in die konvertierten Bilder aufnehmen und andere Vorgänge durch das Einbinden einer Aktion ausführen.

Allerdings muss man wissen, dass die Option Als JPEG speichern im Abschnitt Dateityp im Dialog der Funktion Bildprozessor keine Weboptimierte Version erstellt. Um diesen Befehl im Bildprozessor zu nutzen, muss man eine Aktion erstellen, die diesen Arbeitsschritt beinhaltet.

Außerdem verzichtet man auf den Einsatz der Option An Format anpassen aus dem dritten Abschnitt, Dateityp. Stattdessen muss man die Funktion Bild > Bildgröße… mit den gewünschten Parametern in die Aktion eintragen.

Der Bildprozessor hat gegenüber Droplets und der Stapelverarbeitung einen wichtigen Vorteil: Er lernt die Einstellungen vom ersten Bild und kann diese auf alle anderen Bilder anwenden.

Wenn Sie zum Beispiel eine Serie von RAW-Bildern mit dem Bildprozessor für das Web aufbereiten möchten, aktivieren Sie die Option Erstes Bild öffnen, um Einstellungen anzuwenden im Abschnitt Zu verarbeitende Bilder auswählen.

Diese Option erlaubt es Ihnen, ein Beispielbild zu optimieren und die Einstellungen automatisch auf alle folgenden Fotos der Bildserie anzuwenden. Diese Option macht außerdem dann Sinn, wenn Sie PSD- oder TIFF-Bilder verarbeiten wollen, die ein unstimmiges Farbprofil beinhalten. Sie können damit Anpassungen des Farbmanagements durchführen.

Für Web und Geräte speichern

Für die Präsentation im Web müssen Bilder in einem Webtauglichen Format (JPEG, PNG oder GIF) gespeichert werden. In Photoshop verwendet man den Befehl Datei > Für Web und Geräte speichern… anstelle Datei > Speichern unter….

Beide diese Funktionen unterstützen zwar die Ausgabe Webtauglicher Formate, produzieren jedoch unterschiedliche Resultate. Unter Verwendung der Funktion Für Web und Geräte speichern lässt sich die Dateigröße wesentlich stärker reduzieren, unter anderem weil die Miniaturvorschau der Bilddatei verworfen wird.

Wer die Bandbreite schonen und dennoch die kleinsten Details in einem Foto im Web präsentieren möchte, kann den Zoomify-Export in Photoshop CS3 oder CS4 einspannen (Befehl Datei > Exportieren > Zoomify…).

Mit der Zoomify-Methode wird de facto nur jener Bildteil vom Webserver geladen, der vom Webbesucher auch wirklich angefordert wurde.

Posted in Kurtoni

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