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CD-Kritik: New Found Glory – Not Without A Fight


CD-Kritik: New Found Glory – Not Without A Fight

Alles bleibt gleich. “Not Without A Fight” klingt wirklich exakt so, wie man sich ein neues Album von New Found Glory vorstellt, erst recht wenn dieses auf dem traditionsreichen Epitaph-Label erscheint. Nun erwartet sicher niemand riesengroße Schritte von einer Poppunk-Band, vielleicht mag irgendjemand in die Shouts in “47” sogar eine Weiterentwicklung in Richtung Hardcore hineinfantasieren. Fakt ist: Auch auf ihrem siebten Album bleiben die irgendwann Anfang des Jahrtausends nach Kalifornien emigrierten Florida-Punkrocker ausgesprochen vorhersehbar.

Schade eigentlich. Denn nicht nur ihr erster Erfolg “Hit Or Miss” zeigte, dass das Händchen für die gute Melodie bei New Found Glory durchaus vorhanden ist. Doch wo die Band damals, um die Jahrtausendwende, eher in der gleichen Szene wie Piebald, Koufax oder die Get Up Kids stattfand, orientierte sie sich später eher Richtung Blink 182 oder Fall Out Boy. Kann man machen, brachte finanziell auch sicher den ein oder anderen geldwerten Vorteil, immerhin gingen drei Alben stramm Richtung Gold. Andererseits befand sich die Band so eben plötzlich in einem Spannungsfeld zwischen MTV und Rockradio, zwischen Highschool-Komödie und der zielgruppenmaßgeschneiderten Modekette “Hot Topic”. Gerade gebogene Mainstream-Mittelmäßigkeit also, der man nur durch extrem ausgefuchstes Songwriting entkommt – oder eben mit einem beherzten griff zur Notbremse, der “Not Without A Fight” wohl sein soll. Ob dieser Neustart funktioniert? Zu wünschen wäre es der Band, es bleibt aber zweifelhaft, weil das Album sich zu oft im immergleichen und leicht müffelnden Gitarrenriffing verliert. Ausnahmen: das etwas gemäßigter temperierte “Reasons” und der hübsch hingehämmerte Punkpop-Klopper “Heartless At Best”. Für eine gute Platte ist das aber zu wenig.

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