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CD-Kritik: The Pretenders – Break Up The Concrete / Best Of


CD-Kritik: The Pretenders – Break Up The Concrete / Best Of

Ihr Pony bedeckt immer noch ihre stark geschminkten Augen, ihre Stimme ist tiefgründig wie eh und je: Chrissie Hynde, Sängerin der Pretenders, ist eine Stil-Ikone und hat sich seit der Gründung der Band m Jahre 1978 bis heute kaum verändert. Ein echtes Rock’n’Roll-Chick, das zwar nie mehr an die Erfolge der frühen Jahre anknüpfen konnte, aber unbedingt in die Welt der Musikstars gehört. Und um im Gespräch zu bleiben, muss man natürlich ab und an etwas von sich hören lassen – so nun mit “Break Up The Concrete”.

Wobei hier keiner der anderen Pretenders-Mitstreiter mit am Werk war, sondern die Musiker Jim Keltner (Drums), James Walbourne (Gitarre), Eric Heywood (Steel-Guitar) und Nick Wilkinson (Bass), und “Break Up The Concrete” somit ein verkapptes Chrissie-Hynde-Soloalbum ist, das bereits 2008 veröffentlicht wurde.

Anscheinend hat die ganze Sache nicht gewuppt, und deshalb gibt’s nun als Zugabe ein 22-Song-Best-Of-Album, das mit Hits wie “Don’t Get Me Wrong”, “I’ll Stand By You”, “Back On The Chain Gang” oder “Brass In Pocket” aufwartet. Ein gelungener Rückblick auf die 31 Jahre währende Karriere der Chrissie Hynde und ihren Pretenders, der sich definitiv bestens im gut sortierten CD-Schrank macht.

Doch natürlich sollte man auch in die neue CD hören: Der Opener “Boots Of Chinese Plastic” ist eine wilde Rockabilly-Numnmer, die fast schon blutige Fingerkuppen an den Gitarrenhänden voraussetzt. Schnell und zackig macht Chrissie Hynde mit der Eingangsnummer klar, dass sie doch noch weit von der Rente entfernt ist. Und setzt sich doch gleich danach zur Verschnaufpause auf die Parkbank und säuselt “The Nothing Maker”. Eine Ballade, die vielleicht auch gerne Neil Young sein eigen nennen würde. Absolute Hörer-Herausforderung ist das experimentelle “Almost Perfect”, das wie moderne Kunst wirkt, mit der kaum jemand etwas anfangen kann. Das neagtive i-Tüpfelchen ist der Räusperer von Chrissie, der einfach drin gelassen wurde. Eine Jam-Session ist gewiss vor Ort etwas wunderbares, gehört aber nicht auf eine CD. “You Didn’t Have To” stimmt sofort versöhnlich, souverän und klassisch lullt einen die Country-Ballade ein.

Das Album wurde innerhalb von zwölf Tagen in einem altmodischen Studio in Hollywood aufgenommen und ist ein echtes Gefühlsbad. Mal wild, mal schön, mal schrecklich nervig. So richtig umhauen will einen das nur 36 Minuten und ein paar zerquetschte dauernde Album nicht. Aber egal, die Best-Of entschädigt ein wenig dafür. Und deshalb darf Frau Hynde gerne auch weiter ihre künstlerischen Freiheiten ausleben.

Posted in Kurtoni

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