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CD-Kritik: Michael Jackson


CD-Kritik: Michael Jackson
The Collection

Die Frage nach den genauen Todesumständen bleibt auch viele Tage nach Michael Jacksons Tod unbeantwortet. Doch so dringend scheint die Antwort mittlerweile nicht mehr erwartet zu werden. Andere Überlegungen beschäftigen die Presse: Existiert nun ein Testament oder nicht? Wer erbt wie viel? Gibt es überhaupt etwas zu erben? Und wie hoch waren die Schulden des “King of Pop”? Doch das immense Interesse an Jackson-CDs und zahlreiche Reissues wie “The Collection” dürfte die Zukunft der drei Jackson-Kinder finanziell sichern.

Zehn Alben veröffentlichte Michael Jackson, nachdem er 1971 im zarten Alter von 13 Jahren neben den “Jackson 5” seine Solokarriere startete. Fünf davon sind in der neuen knallroten Sammel-Box enthalten, die wahrscheinlich wichtigsten. Im Jahr 1979 setzt die Zeitreise ein, zu Beginn der Ära Jackson-Jones. Bei einem Filmdreh lernte Jacko Quincy Jones kennen, der bereits Ray Charles, Ella Fitzgerald und Frank Sinatra produziert hatte. 20 Millionen Exemplare ihres Albums “Off The Wall” konnten sie an den Mann bringen – Michael Jackson war der erste schwarze Künstler, dem dies gelang.

Doch erst mit ihrem zweiten Streich schrieben sie wirklich Geschichte: Über 100 Millionen Mal soll “Thriller” (1982) mittlerweile über den Ladentisch gegangen sein. Sieben der neun Tracks erschienen als Singles, darunter “Billie Jean”, “Beat It” und natürlich der legendäre Titeltrack. Alle schossen auf Platz eins der US-Charts.

Mit diesen Zahlen musste sich der Nachfolger “Bad” (1987) messen – ein ungleicher Kampf. Obwohl das Album wie selbstverständlich in zahlreichen Ländern Platz eins der Charts eroberte, war der Künstler unzufrieden: Er beendete die Zusammenarbeit mit Quincy Jones und vertraute bei der Produktion von “Dangerous” (1991) auf Teddy Riley.

Zehn skandalträchtige Jahre sollten vergehen, bis Jacko wieder ein Studioalbum aufnahm – sein letztes. So beschloss der King Of Pop seine Karriere mit einem Flop. Obwohl sich “Invincible” rund zehn Millionen Mal verkaufte, und damit mehr als jedes Album der Jackson 5, sah man das Comeback des Königs als gescheitert an. Wie er selbst scheiterte es an hohen Erwartungen: denen der Öffentlichkeit und den eigenen.

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